Mittwoch, 16. August 2017

Taschen, Beutel, Täschchen....

Taschen für alle Gelegenheiten. Auch ne schöne Resteverwertung

kann man immer gebrauchen. Diese Exemplare sind das Ergebnis eines Mutter-Tochter-Gemeinschafts-Nähnachmittags. 




Nichts besonderes,  war aber ein spaßiger Nachmittag. Einfache gerade Stücke, mal längere, mal kürzere Henkel, Rechts-Links-Naht... pro Tasche Arbeitzeit ne halbe  Stunde. Material : vorhandene Baumwollstoffe.
Das Kind hat zugeschnitten und ich hab genäht. Das macht Lust auf mehr. Täschchen, aber auch auf Nähen überhaupt. 




Ist auch einer meiner, für die nächste Zeit geplanten, Aktionen.

 Nähen.

 Das kann ich bisher so leidlich. Taschen gehen. Und einfache Kleidung. Diese Pläne hatten mich dazu verleitet, Unmengen an Schnittmusterheften anzusammeln.



Just habe ich all diese Hefte nochmal durchgesehen und dabei festgestellt, daß ich an Mode eigentlich nicht die Bohne interessiert bin. Ein Großteil der Hefte sind bereits aussortiert und werden das Haus verlassen. Ein paar einfache Grundschnitte werden mir reichen.




Sogar ein bisschen gestickt habe ich. Eine Fahrradsilouette auf eine Tasche für unsere Schwiegertocher, die zum Geburtstag ihr repariertes und aufgemöbeltes , original 80 er Jahre-Fahrrad zurückbekam



( die Lady ist 80 er Jahre Fan und das Fahrrad hatte nach dem Ausleihen an einen schofeligen Freund nur noch Schrottwert ). Mein Mann hat das Fahrrad repariert und pinkisiert. Die Tasche war nur ne Beigabe... 



Pretty in pink !

Freitag, 11. August 2017

Von allem was...


So wie die letzten Tage auch die ganze, bunte Mischung geboten haben. 
Jeden Tag gibts nun selbstgegärtnerte Tomaten. In Varietäten.


Zum Teil selbst gezogen, zum Teil als Pflanzen geschenkt bekommen. Weiß jemand von Euch, ob ich die jeweiligen Sorten aus den reifen Tomaten nachziehen kann, oder ob die Arten sich vermischen wenn die Sorten nebeneinander stehen. 


Wäre für einen guten Rat dankbar. Aber versuchen werde ich es auf jeden Fall. Bis auf die " Schlesischen Himbeeren" stehen die Tomaten bunt durcheinander.


Die Kartoffelernte ist nicht ganz so erfolgreich. Ich wollte oberschlau sein und habe eine besondere Kartoffelsorte ( Vitelotte ; lila ) als Saatkartoffel genommen. Aus dem normalen Verzehr. Ich denke, sie waren mit Keimhemmern behandelt. Die Kartöffelchen sind jedenfalls unglaublich mickrig geworden. Das kleine hellblaue ist eine Murmel. Die habe ich auch geerntet.


Die Allerweltskartoffeln haben sich selbst gepflanzt. Hier gibt es gute Erträge.

Auf den hohen Brennesseln haben sich ganze Kindergärten von Tagpfauenaugenraupen verlustiert ( einige haben allerdings die Hühner erwischt.)


Es ist das erste Mal, daß ich diese Raupen im Gartenhabe, bisher wusste ich nur theoretisch um die Tatsache, daß sich diese Schmetterlingsraupen ausschließlich von Brennesselblättern ernähren.

 Schön ! Mehr Schmetterlinge !


Vor dem gestrigen Spätdienst in meinem kleinen Krankenhaus am Rande der Stadt, ins Untergeschoss eines Gebäudes gelinst, das ehemals auch zur Klinik gehörte. Und es ist Teil meiner Berufsgeschichte.

 Ich habe auf dieser Station etliche Nachtwachen abgeleistet. Das zweistöckige Haus ohne Fahrstuhl wurde nachts nur von einer Pflegekraft " bewacht". Also treppauf, treppab, und so mancher Patient musste von vier starke Männern notfallmässig die Treppe bugsiert werden.
 Denn nicht alle, die zu Fuß kamen, sind auch so wieder gegangen.

Hier habe ich deshalb einige, und nicht nur schöne Überraschungen, erlebt. 

 43 Jahre arbeite ich nun schon in diesem Krankenhaus, aber die Zeiten auf dieser Station brauche ich nicht wieder.




 Das Haus ist verkauft und soll nun eine Umnutzung erfahren... ( Filmkulisse für einen Gruselfilm ?) 
Jedenfalls ist es im Moment unbewohnbar. 


Der Prozess des Sortierens, der Umstellung , des Erinnerns geht indes weiter. 
Ich finde Altes wieder und entscheide, ob ich es weggebe oder behalte. Bei manchen Dingen fällt mir das leicht, andere Entscheidungen dauern ein paar Tage.
 Auf jeden Fall kann ich mich darauf verlassen, daß die ganze Veränderung ein Selbstläufer geworden ist....

Wieder gefunden im Netz, habe ich diese Musik. So vertraut wie ein guter, alter Freund , aber zwischenzeitlich vergessen.


Ich weiss, ist ein wenig kryptisch, ein wenig selbstverliebt, der gute alte Andre Heller.  Wird trotzdem nicht aussortiert.

Montag, 7. August 2017

Traumdeutung -- einfach gemacht oder ,

langes Fädchen, faules Mädchen...


Nach dem dritten und letzten Nachtdienst schlief ich heute ausnehmend lange, geweckt von einem Traum, ( ja Träume können wachmachen !), der mir sagte, ein Helikopter wäre gelandet und hätte noch mehr Patienten auf meine Station gebracht. Sehr deutlich hörte ich im Traum das Geräusch der Rotoren und fühlte die Schwere des, auf mir niedergehenden, Hubschraubers. 

Gerade will ich energisch Einspruch erheben, als ich aufwache und die Katze Mütze sehr laut schnurrend auf meiner Decke finde.

mein kleiner Hubschrauber...

Die alte Katzendame hatte sich ins Schlafzimmer geschlichen ( was eigentlich für Katzen nicht erlaubt ist ),  und ein paar wohlige Schlafstunden auf mir verbracht. 

Soviel zum Thema: Traumdeutung für Anfänger.


Anfangen möchte ich auch endlich  damit, das Sticken zu erlernen. Schon länger schleiche ich auf Blogs von begabten und sehr innovativen Stickerinnen herum, deren Kunst nichts mit dem reglementierten Deckchensticken des mir verhassten ( Ja ! ) Handarbeitsunterrichts zu tun hat, in dessen Rahmen ich vor ungefähr hundert Jahren mal was sticken musste.


Dazu habe ich all meine Stickgarnvorräte hervorgekramt, nach Farben sortiert und in ein wunderschönes, antikes Knopfschränkchen sortiert, das mir eine Freundin vor einiger Zeit geschenkt hat.
 Bisher gab es für das hübsche, alte Teil keine richtige Verwendung, aber für die Übersicht bei den Stickgarnen ist es ideal. Zugegeben, für ne Nichtstickerin habe ich einen ganze Menge Stickgarn.


Ebenso habe ich heute die erste Fuhre Wolle aus einer 7 Tagen geruht habenden Mocke befreit. Verschiedene Artikel in Blogs und sogar auf facebook berichteten über die Methode, Rohwolle nicht pausenlos zu spülen, sondern in der einmal angesetzten Waschbrühe ( die immer wieder benutzt wird), 3 bis 7 Tage stehen zu lassen und dann erst auszuspülen. Spart viel Wasser und Muskelarbeit.



Gut, der Geruch der Brühe ist gewöhnungsbedürftig, das ausgespülte Ergebnis aber wirklich überzeugend. Die Wolle ist nicht nur sauber, sondern auch sehr schön weich. 
Für die Reinigung der Vliese sorgen wohl bestimmte Bakterien, die sich in der Suppe entwickeln. Auf jeden Fall eine gute Methode, die ich in Zukunft anwenden werde. Auch wenn es mir an Wasser durch den eigenen Brunnen nicht mangelt und ich das Gepatsche irgendwie mochte. 

Aber das Ergebnis bei dieser Methode ist einfach besser.




 Man lernt doch nie aus !

Auf den gestrigen Weg zur Arbeit habe ich einen 20 Jahre alten Sampler mitgenommen und darauf ein Stück entdeckt, daß ich damals sehr mochte, aber komplett vergessen hatte.
 Der gute alte Blixa Bargeld ( für den ich mich eigentlich nie interessiert habe ) , singt ein Duett mit der , heute auch schon mittelalten Katharina Thalbach.

 Die ist zwar schauspielerisch ins Großmutterfach gewechselt, hat aber immer noch diese staunenden Kinderaugen, die ich immer so toll fand. 

  Passt  auch für den Weg zur Arbeit..." ich schenke Dir die halbe Zeit."


Ich bin jedenfalls wieder zu Hause und kann meine begonnene Arbeiten hier weiter voranbringen. 

 Schön !


Donnerstag, 3. August 2017

Fäden


Ein Monat ist vergangen, seit dem letzten Eintrag. Viel länger, als geplant, hat diese Pause gedauert. Unverhofft viel freie  Zeit hat mich hineingezogen in den Modus des Umkrempelns meiner gesammelten Habe, meiner gesammelten Ideen. Und es gab tatsächlich für mich keine Pause, in der ein Zwischenstand beschreibbar gewesen wäre.
  Obwohl ich mich fast täglich ein wenig im Staub gewälzt habe, weil mich das Nichtschreiben mit tatsächlich so etwas wie einem schlechten Gewissen erfüllt hat.


 Und gerade in den letzten Tagen erreichten mich etliche Nachrichten von netten Leuten, die ich über den Blog kennengelernt habe, zumindest virtuell und die mich ein wenig zurückgerufen haben in die Internetpräsenz. Voila.


Seltsam, daß ich eigentlich darüber schreiben wollte, wie viele Dinge das alte Haus verlassen haben, von wie vielem ich mich getrennt habe. Und dann fällt mir nur ein, zu schreiben, was ich alles geschenkt bekommen habe, im letzten Monat.


 Kiloweise Wolle dieser wunderäugigen Alpaka-Wesen. Ein superbequemes Bett fürs Gästezimmer, das ich dann auch endlich in smaragdleuchtendem Blau gestrichen habe...


Es kamen Karten von lieben Bloggerfreunden ( Danke Mirjam für Deine Geduld mit mir !)  Und heute erreichte mich ein weiches Paket mit einem schönen farbigen Vlies Rohwolle, das Andreas von Ackerbauinpankow in ENGLAND !!! für mich organisiert hat.


 Da, meine Lieben, kommt schon Rührung auf. Ich fühle mich reich beschenkt. Und bin es wohl auch. 

Danke ! Danke ! Danke !

 an alle lieben Menschen und an das Leben.

Beinahe ist dieser Sommer der erste, in dem mir die Gartenarbeit nicht fruchtlos erscheint, ich nicht hemmungslos verzweifele und schließlich gen Julimitte aufgebe.


Tatsächlich habe ich das Gefühl, daß ich, dilettantisch und keineswegs professionell gärtnernd , etwas anlegen kann, das eine Vegetationsperiode von ein paar Monaten überleben kann.
 Mag sein, daß die Sichtweise geändert ist, mag sein, daß die nachbarlichen Kriterien einfach verblichen sind. So, wie sich in der Nachbarschaft ein lebenszwingender Generationswechsel vollzieht, der die Alten in die Ruhe bringt und die Jungen noch andere Prioritätensetzen lässt.

Ist jedenfalls keiner da, der meinen Garten unordentlich oder gar nichts findet.

Also mäandere ich durch das explodierende Grün und freu mich an dem, was ich hier zu Stande bekomme.

Und besonders während der Regentage habe ich meine Fäden im Haus geordnet

Ich habe  dies im buchstäblichen Sinn getan, sortiere die vielen schönen Materialien, sortiere angefangene Projekte, manche liegen schon jahrzehntelang in Kisten , Körben, in Schränken...


Und ich ordne innere Fäden. Und schlage Schneisen in die Wälder der Dinge. Schaffe mir sozusagen gangbare Wege. Jedes aussortierte Ding macht das Haus und meine Pläne etwas leichter.

 Schränke, die ich nicht mehr schleifen, streichen, einräumen muss. 
Pullover, die ich nicht fertigstricken werde, weil sie mir längst nicht mehr passen. Stoffe, die mir nie wirklich gefallen haben und die mir dennoch Aufforderung waren. Weg, raus damit.....

Angekommen nun, nachdem ich schon jahrelang theoretisch das Gefühl vorweggenommen habe, am Ende der Familienzeit.

 35 Jahre als Familienmutter liegen hinter mir, und nichts lässt sich konservieren, nichts zurückholen. Natürlich sind die Kinder nicht " weg". Wir unterstützen und begleiten, wo wir können und wollen. Wir haben guten Kontakt und ich hoffe,  das bleibt auch so.

 Dennoch. 
Es ist einfach, was es ist.  Eine große Lebenwende.

 Und Zeit für neue Pläne. 


Die haben wohl viel mit Wolle zu tun,  mit handwerklichem Tun, viel mit sozialer Arbeit . 
Ich freue mich darauf. Und ich verspreche hier nichts. Aber ich werde mich bemühen...

mein neuestes Rädchen. Es heisst Marianna und es ist ein nettes , kleines Louet-Rädchen, das ganz leise und unaufdringlich sehr schönes, weiches Garn spinnt.

 Danke dafür, Ewa !!!

 Zu guter Letzt: 
 noch ein kurzer Video-Clip der Theatergruppe meiner Tochter. Dieses, mein jüngstes Kind ist unlängt 21 Jahre alt geworden und es ist eine Freude, Ihren Weg zu verfolgen und zu unterstützen ( sie ist die blonde , mittlerweile kurzhaarige junge Frau). 


Light your Fire from IKJA e.V. on Vimeo.

Bis bald....!